. .
Illustration

STANDORTPOLITIK

Social Media erobert Tourismusbranche

Twitter, Facebook, You Tube – Soziale Netzwerke üben einen wachsenden Einfluss auf die Tourismusbranche aus. Gäste veröffentlichen Hotelkritiken im Internet, Hoteliers und Gastwirte betreiben mit der Ankündigung von Sonderangeboten und Spezialaktionen virtuelle Mundpropaganda im Netz. Auf dem diesjährigen Niedersächsischen Tourismustag wurde darum vor allem eines klar: Wer social media nicht nutzt, wird mittelfristig mit Nachteilen zu rechnen haben.

Die Bilder waren pixelig, die Ladezeiten lang – ganz ehrlich: Die ersten Internetseiten waren – gemessen an heutigen Maßstäben – alles andere als repräsentativ. Es ist also nicht verwunderlich, dass die ersten Hoteliers, die Mitte der 90er Jahre ihre Unternehmen im Internet präsentierten in der Branche auf Unverständnis stießen. Es konnte sich niemand vorstellen, dass man das „world wide web“ auch für Marketingzwecke nutzen kann. Heute, etliche Windows-Versionen und unzählige Klicks später, stoßen dieselben Unternehmen wieder auf Unverständnis, weil sie über soziale Netzwerke die direkte Kundenansprache wagen. Dabei ist schon jetzt abzusehen, dass „social media“ zukünftig nicht mehr wegzudenken ist. Die neuen „sozialen Medien“ wie Facebook, Twitter, Flickr, You Tube verändern massiv das Kommunikationsverhalten zwischen dem Gast und den Unternehmen der Tourismuswirtschaft. Wer diese Entwicklung nicht mit in seine Marketingstrategie einbezieht, wird bereits mittelfristig mit Nachteilen rechnen müssen. Das ist die Kernbotschaft des diesjährigen Niedersächsischen Tourismustages im Mai in Goslar. Auf Einladung der niedersächsischen Industrie- und Handelskammern hatten sich rund 250 Teilnehmer aus der Tourismuswirtschaft zu dem Informationsforum eingefunden. „Es geht für die Branche schon längst nicht mehr um die Frage, ob man sich mit dem Thema „Social Media“ beschäftigen muss oder will. Es geht vielmehr darum, welches Medium für welche Gäste das richtige ist und wie es einzusetzen ist, ganz im Sinne eines zielgruppengenauen Marketings“, so Martin Exner, tourismuspolitischer Sprecher der im Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertag (NIHK) zusammengeschlossenen Kammern. „Das Ziel muss sein, unsere Unternehmen und Ferienorte fit zu machen für den Wettbewerb mit anderen Zielgebieten. Wir müssen mit unserem Marketing und unseren Produkten einfach besser sein als andere und dazu müssen wir die Potenziale der sozialen Netzwerke richtig nutzen“, erklärt Exner. Eine eindeutige Botschaft gab auch Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister den Teilnehmern mit auf den Weg. „Gerade im Tourismus entscheidet ein gelungener Internet-Auftritt über den Erfolg! Fast alle von uns surfen heute im Netz! Wir reisen virtuell. Und nach diesen Eindrücken entscheiden wir – bis hin zur Buchung!“, so der Ministerpräsident wörtlich. Darüber hinaus machte McAllister deutlich, wie die Landesregierung die Branche in den zurückliegenden Jahren unterstützt habe. Er wies darauf hin, dass das Land sich der Bedeutung seiner Tourismuswirtschaft bewusst sei. „340.000 und damit neun Prozent aller Arbeitsplätze sind vom Tourismus in Niedersachsen abhängig. Und es sind Arbeitsplätze, die nicht verlagerbar sind!“

DOKUMENT-NR. 2097

  • MEHR ZU DIESEM THEMA

  • ANSPRECHPARTNER

  • Telefon: 04921 8901-38
  • Fax: 04921 8901-9238

Kontaktdaten speichern (V-Card)
  • VERANSTALTUNGEN STANDORTPOLITIK

Zur Zeit gibt es in diesem Bereich keine aktuellen Veranstaltungen.
  • ONLINE SERVICE

  • IHK MAGAZIN

  • JAHRESTHEMA

  • DIHK-THEMA DER WOCHE

16.05.2012

EU-Klimapolitik muss verlässlich bleiben

Die Klimaschutz-Ziele der Europäischen Union schienen geklärt, die für ihre Erreichung erforderlichen Maßnahmen festgelegt. Doch nun mehren sich Vorstöße, die Zielmarken heraufzusetzen und die Regeln für den Emissionshandel zu verschärfen – einmal mehr im europäischen Alleingang. Der DIHK warnt nachdrücklich davor, den Unternehmen in Europa Planungs- und Rechtssicherheit vorzuenthalten und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden.