STANDORTPOLITIK
IHK macht Druck für die B 210n
Die Vollversammlung der IHK hat sich in einer Resolution einstimmig für den Bau des Auricher Autobahnzubringers (B 210n) ausgesprochen. Gleichzeitig plädiert das „Parlament der Wirtschaft“ für eine Anbindung des Norder Raums und der Küste über die Balkwegtrasse Richtung Georgsheil.
Der Abstimmung vorausgegangen war ein Vortrag von Gerhard Schmidt, Vorsitzender des Fördervereins „Pro B 210n“, und seines Stellvertreters Hinrich Tjaden. Schmidt, bis zu seiner Pensionierung Leiter der Auricher Dienststelle des Niedersächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, wies darauf hin, dass die Planungen auf rechtlich legitimierter Grundlage erfolgen. Alle derzeitigen Prognosen gingen von einem deutlichen Anstieg des Straßenverkehrs aus, insbesondere des gewerblichen Verkehrs. Durch den Bau der B 210n würde ein drohender Verkehrsinfarkt in Aurich abgewendet und das jetzige Straßennetz erheblich entlastet werden. Insbesondere die Anlieger der Ortsdurchfahrten Haxtum, Moordorf, Riepe-Ochtelbur und Mittegroßefehn würden von der neuen Straße profitieren.
In der Resolution fordert die IHK das Land auf, nach der jetzt erfolgten Linienbestimmung der Auricher Behörde für Straßenbau und Verkehr zügig den Auftrag für die detaillierte Planung zu erteilen. Die Straße sei nicht nur für die Unternehmen im mittelostfriesischen Raum von hoher Wichtigkeit. Auch der private Straßenverkehr werde erleichtert, da mit der neuen Straße das nachrangige Straßennetz weniger Aufkommen bewältigen müsse. Schließlich würde mit der Anbindung der Küste und des Norder Raums das letzte Nadelöhr für die Küsten- und Inseltouristen beseitigt werden können. Deshalb sei die ebenfalls zu schaffende Verbindung zwischen der B 210n und Georgsheil über die Balkwegtrasse von außerordentlicher Wichtigkeit für den Tourismus.
IHK-Präsident Manfred Wendt betonte vor der Vollversammlung die Potenziale, die sich aus einer zügigen Realisierung der B 210n für die ganze Region ergäben. Bedenken direkt Betroffener seien verständlich und müssten in einem fairen Interessenausgleich berücksichtigt werden: „Die absehbaren Vorteile für die Menschen und die Unternehmen überwiegen aber ganz eindeutig, eine Blockade dieser großen Chance für die Region dürfen wir nicht zulassen.“ Mit der B 210n werde eine wichtige Grundlage geschaffen, damit Wertschöpfung und Einkommen in der Region langfristig gesichert werden könnten.

