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STANDORTPOLITIK

Rysumer Nacken

 Der Grundstückstausch zwischen Land und Bund am Rysumer Nacken und am Wybelsumer Polder ist besiegelt. In einer Feierstunde am 22. November unterzeichneten für das Land Ministerpräsident McAllister und für den Bund der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann die Dokumente zur Übergabe der Grundstücke, die für die Realisierung des neuen Hafenprojekts bei Emden erforderlich sind. Emdens Oberbürgermeister Bernd Bornemann bezeichnete die Übergabe als „nächsten Meilenstein zur Realisierung des neuen Hafens am Rysumer Nacken.“

IHK-Präsident Dipl.-Ing. Manfred Wendt wies in seiner Ansprache darauf hin, dass es der IHK gemeinsam mit der Stadt Emden gelungen sei, für dieses Zukunftsprojekt einen breiten regionalen Schulterschluss zu organisieren. Neben mehr als 50 namhaften Unternehmen hätten die Landkreise Aurich, Leer, Wittmund und Emsland sowie die Handwerkskammer, der DGB, der Arbeitgeberverband und die Wachstumsregion „Ems-Achse“ e. V. ihre Unterstützung bekundet. „Großprojekte wie der Rysumer Nacken sind heutzutage häufig umstritten. Der Rysumer Nacken wird jedoch regional breit getragen – das ist auch ein Pfund, das unsere Region mit einbringt. Jetzt braucht es noch Mittel für die Infrastruktur, damit sich die Segel für das Projekt Rysumer Nacken mächtig füllen können und das Vorhaben Fahrt aufnehmen kann“, so Oberbürgermeister Bornemann.

Das Hafenprojekt am Rysumer Nacken sei für die regionale Entwicklung von herausragender Bedeutung. Am seeschifftiefen Wasser könnten hier leistungsfähige Terminalkapazitäten entstehen, insbesondere für die Produktion und den Umschlag von Offshore-Windenergieanlagen. „Damit tragen wir in der Region zu den Voraussetzungen für ein Gelingen der Energiewende bei. Aber auch als Basis für den Betrieb, die Wartung und Reparatur der Offshore-Windparks in der Nordsee ist der logistisch gut gelegene Rysumer Nacken von großer Bedeutung“, verwies Wendt noch einmal auf die Standortvorteile des Rysumer Nackens. Zusätzlich ergäben sich Möglichkeiten zur Ansiedlung von Energieunternehmen oder umschlags-affiner Industrie.

IHK-Präsident Wendt bekräftigte in Hannover noch einmal die Bereitschaft der regionalen Wirtschaft, eigene finanzielle Beiträge für die Planung des Projekts Rysumer Nacken zu leisten: „Die Wirtschaft steht bereit, um dem Vorhaben am Rysumer Nacken Leben einzuhauchen – und das nicht nur mit Worten. Mit erheblichen Investitionen der regionalen Wirtschaft in die Suprastruktur ist zu rechnen, sobald die nötige Infrastruktur vorankommt.“

DOKUMENT-NR. 2626

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16.05.2012

EU-Klimapolitik muss verlässlich bleiben

Die Klimaschutz-Ziele der Europäischen Union schienen geklärt, die für ihre Erreichung erforderlichen Maßnahmen festgelegt. Doch nun mehren sich Vorstöße, die Zielmarken heraufzusetzen und die Regeln für den Emissionshandel zu verschärfen – einmal mehr im europäischen Alleingang. Der DIHK warnt nachdrücklich davor, den Unternehmen in Europa Planungs- und Rechtssicherheit vorzuenthalten und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden.