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ENERGIE

Region leistet Beitrag zur Energiewende

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 „Die Energiewende spielt unserer Region in die Karten“, stellte IHK-Präsident Dipl.-Ing. Manfred Wendt beim Jahrespressegespräch der IHK in Emden fest. „Die Energiewende setzt im Wesentlichen auf Erneuerbare Energien und Erdgas. Beides sind Pfunde, mit denen unsere Region schon lange wuchern kann und auch in Zukunft wuchern wird“, erläuterte Wendt. 

Im IHK-Bezirk Ostfriesland und Papenburg waren 2010 fast 1.100 MW Windenergieleistung und damit 17 Prozent der niedersächsischen Gesamtleistung installiert. Das sind rein rechnerisch 78 Prozent des Gesamtstromverbrauchs im IHK-Bezirk (Erneuerbare Energien gesamt

104 Prozent). Hinzu kommen 140 MW installierte Leistung in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) vor der niedersächsischen Nordseeküste. 12 Offshore Windenergieanlagen stehen im Windpark „alpha ventus“, weitere 16 Anlagen sind im Windpark „Bard Offshore I“ ans Netz angesschlossen.

Gegenüber der Windenergie spielt die Photovoltaik sowohl in Niedersachsen (1.500 MW installierte Leistung) wie auch im IHK Bezirk (140 MW) bisher noch eine untergeordnete Rolle. In der Region waren zum Jahresende 2010 rund 7.000 Photovoltaikanlagen installiert. Sie haben im Jahr 2010 mehr als 90 Mio. KWh produziert und können damit rein rechnerisch vier Prozent des Stromverbrauchs im IHK-Bezirk decken.

„Der Ausbau der Erneuerbaren Energien macht den Ausbau der Energienetze auf allen Spannungsebenen umso dringender“, mahnte Wendt in dem Gespräch. In diesen Zusammenhang gehöre auch die Abschaltung von Windenergieanlagen aufgrund von Netzengpässen. Auch im IHK-Bezirk hat es solche Abschaltungen bereits gegeben. Durch das so genannte Einspeisemanagement wurden laut Schätzwerten der EWE im Jahr 2009 ca. 3,9 Mio. KWh, im Jahr 2010 ca. 4,3 Mio. KWh nicht eingespeist. Bezogen auf die eingespeiste Windenergie im IHK-Bezirk entspricht das einem Anteil von 0,21 bzw. 0,24 Prozent.

„Neben dem Netzausbau muss auch die Energiespeicherung in Zukunft oberste Priorität haben“, forderte Wendt in dem Gespräch. Der IHK-Bezirk habe dabei großes Potential. Insbesondere die bestehenden und geplanten Kavernenspeicher in der Region seien in die Überlegungen einzubeziehen, so Wendt. „Power-to-Gas, das heißt die Umwandlung von Strom in Gas, stellt eine große Chance für die Region dar.“ Durch eine dadurch mögliche Kopplung von Strom- und Gasnetz könne dieses „Windgas“ im bestehenden Erdgasnetz oder bestehenden Erdgaskavernen gespeichert werden und bei Bedarf in flexiblen Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerken wieder verstromt werden. „In der Region gibt es verschiedene Akteure, die die Möglichkeiten von „Power-to-Gas“ testen wollen“, stellte Wendt fest. Um diese Chance für die gesamte Region zu nutzen, müssten alle Akteure zusammenarbeiten, forderte der IHK-Präsident weiter. „Der IHK-Bezirk Ostfriesland und Papenburg muss zum Schaufenster für die Speicherung von Windgas werden.“

DOKUMENT-NR. 3023

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16.05.2012

EU-Klimapolitik muss verlässlich bleiben

Die Klimaschutz-Ziele der Europäischen Union schienen geklärt, die für ihre Erreichung erforderlichen Maßnahmen festgelegt. Doch nun mehren sich Vorstöße, die Zielmarken heraufzusetzen und die Regeln für den Emissionshandel zu verschärfen – einmal mehr im europäischen Alleingang. Der DIHK warnt nachdrücklich davor, den Unternehmen in Europa Planungs- und Rechtssicherheit vorzuenthalten und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden.

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