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PRESSE
Maritime Wirtschaft: Automobilumschlag in Emden macht Rekordwert
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Die maritime Wirtschaft im Bezirk der IHK ist ihrer wachsenden Bedeutung für die regionale Wirtschaftsentwicklung auch in 2011 gerecht geworden. Häfen, Schiffbau, Zulieferer, Planer und Hersteller von Offshore-Windenergieanlagen, Reedereien und Logistik-Betriebe erreichten leichte Zuwächse auf hohem Niveau. „Die maritime Wirtschaft ist für die Exportnation Deutschland ein wesentlicher Pfeiler des Erfolgs“, sagte IHK-Präsident Dipl.-Ing. Manfred Wendt beim IHK-Jahrespressegespräch am Mittwoch in Emden.
Die Seehäfen an der Ems - Emden, Leer und Papenburg – haben durchweg erfreuliche Ergebnisse zu vermelden. Der Seehafen Emden verzeichnet mit 3,390 Millionen Tonnen Güterumschlag im Seeverkehr bis Ende September ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010. Beim Automobilumschlag konnte zum vierten Mal die Marke von einer Million Fahrzeugen erreicht werden – am Jahresende wurde mit mehr als 1,25 Mio. Fahrzeugen ein neues Allzeithoch erreicht.
Der Hafen Leer kommt auf ein Umschlagsergebnis im Seeverkehr von 72.879 Tonnen von Januar bis September. Dies entspricht einem Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Papenburg sind von Januar bis September 2011 im Seeverkehr 462.158 Tonnen umgeschlagen worden. Damit wurde ein Umschlagsplus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum generiert.
Nicht zuletzt die im Rahmen der nationalen Energiewende forcierten Offshore-Aktivitäten haben auch den Häfen Umschlagszuwächse gebracht. IHK-Präsident Wendt: „Mit den energiepolitischen Beschlüssen des letzten Jahres ist es noch nicht getan. Politik und Wirtschaft müssen nun gemeinsam die Weichen für den Umbau der Energieversorgungslandschaft stellen und für ein Höchstmaß an gesellschaftlicher Akzeptanz sorgen.“
Damit die Maritime Wirtschaft ihre Stärken noch besser entfalten kann, bedarf es weiterer Infrastrukturmaßnahmen. Dazu zählen insbesondere die neuen Hafenflächen am Rysumer Nacken und der Ausbau der Außenems. Bei dem größten Zukunftsprojekt für die ganze Region, dem Rysumer Nacken, hat das Jahr 2011 entscheidende Impulse gebracht. Nach dem endlich erfolgten Grundstückstausch zwischen Land und Bund im November vereinbarten Land, Stadt und IHK eine Realisierungsstudie zum Rysumer Nacken. Das Land hat über seinen Hafenbetreiber NPorts die Studie inzwischen in Auftrag gegeben, von der auch eine genauere Abschätzung der Planungskosten erwartet wird. Die fertige Studie wird voraussichtlich im April 2012 vorliegen.
Für die Vertiefung der Außenems, die für die zukünftige Entwicklung des Emder Hafens weiterhin von entscheidender strategischer Bedeutung ist, konnte das Planfeststellungsverfahren leider noch nicht beginnen. Ziel der Vertiefung ist es, der Schifffahrt von und zum Seehafen Emden zukünftig eine einen Meter tiefere Fahrrinne bereitzustellen. Nach gründlicher Vorbereitung ist die Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens nun für Mitte 2012 vorgesehen. Der Planfeststellungsbeschluss wird nach optimistischer Schätzung dann nach einem Jahr erfolgen.
Getrübt wird die Stimmung in der Maritimen Wirtschaft durch die anhaltend schwierige Lage der Reedereien. Viele Reeder kämpfen noch immer mit den weiter auf Tiefstand verharrenden Frachtraten. Die IHK begrüßt die Bildung von Genossenschaften im Reederei-Bereich, damit der Krise gemeinsam begegnet werden kann und insbesondere die mittelständische Reederei-Struktur an der Ems gestärkt wird.

