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IHK NORD

IHK Nord fordert Qualitätsverbesserungen im Bildungssystem

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Die IHK Nord hat im Rahmen eines Parlamentarischen Abends in Berlin ihr Forderungspapier Bildungspolitik vorgestellt und Qualitätsverbesserungen im Bildungssystem angemahnt. Maßgeblich hierfür sind laut einer Umfrage unter den norddeutschen Industrie- und Handelskammern neben einer ausreichenden Personalausstattung im Bildungsbereich auch eine zielgenauere Lehreraus- und -weiterbildung. Zusätzlich zu einem weiteren Ausbau der schülergerechten Berufsorientierung soll auch der ökonomischen Bildung an den Schulen ein höherer Stellenwert eingeräumt werden. Vor- und Nachteile des Bildungsföderalismus müssen im Hinblick auf die derzeitigen Ergebnisse der Organisation von Bildung sachlich und offen diskutiert werden.

Der IHK Nord-Vorsitzende und Präsident der IHK zu Kiel, Klaus-Hinrich Vater, unterstrich bei der Vorstellung des Forderungspapiers deutlich: „Die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Absolventen des Schulsystems und zukünftigen Auszubildenden und Beschäftigten wirken sich unmittelbar auf die Leistungsfähigkeit der Unternehmen aus. Neben Bundesländern und Kommunen sollte aus Sicht der norddeutschen Wirtschaft zukünftig der Bund mehr Verantwortung für die Verbesserung von Schulleistungen übernehmen.“

Bildungsexperte Prof. Hans Kaminski, Direktor des Instituts für Ökonomische Bildung, An-Institut der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, stellte in seinem Gastvortrag fest: „Die im Bereich Bildung vorhandenen Potenziale zur Zusammenarbeit im Norddeutschen Raum sind groß, liegen aber leider noch zu häufig ungenutzt in den föderalen Amtsregalen.“

Gastrednerin Sylvia Canel, Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages, betonte in ihrem Vortrag: „Die drei größten Herausforderungen, vor denen wir künftig stehen, sind der demografische Wandel, die Entwicklung einer digitalen Gesellschaft und der gesellschaftliche Zusammenhalt. Diese können wir nur mit einer sehr guten Bildungspolitik erreichen, in der alle Akteure ihre Verantwortung übernehmen."

Die vier Kernforderungen der IHK Nord für den Bildungsbereich lauten:

1. Qualität der Schulbildung verbessern

2. Personalausstattung/Lehrerbildung sichern

3. Berufsorientierung und ökonomische Bildung stärken

4. Bildungsföderalismus neu bewerten

Die IHK Nord erwartet mehr Bildungsqualität und Sicherung der Mobilität in Norddeutschland. Vor- und Nachteile des Bildungsföderalismus sind dabei im Hinblick auf die derzeitigen Ergebnisse der Organisation von Bildung zu diskutieren.

Vorhandene Ansätze zur Berufsorientierung in den Bundesländern werden begrüßt und flächendeckend auch für Gymnasien gefordert. In Bezug auf eine angemessene ökonomische Grundbildung wird die Umsetzung der von KMK und Spitzenverbänden vereinbarten 200 Stunden Wirtschaftsunterricht in der Sekundarstufe I gefordert.

Die Personalausstattung in den Schulen muss quantitativ und qualitativ dem Auftrag entsprechen. Lehramtsstudenten sollten systematisch auf eine Berufseignung getestet werden. Verstärkte Anstrengungen sind insbesondere bei der Besetzung von Berufsschullehrerstellen zu unternehmen.

 

Für zielgerichtete Verbesserungen sollten die OECD/PISA-Vergleiche und vorhandene Schulinspektionen offensiv genutzt werden. Deren Ergebnisse sollen veröffentlicht werden. Für mehr Qualität soll auch der Ausbau von Ganztagsschulen sorgen.

Das Positionspapier mit den bildungspolitischen Forderungen der IHK Nord finden Sie zum Download unter www.ihk-nord.de

DOKUMENT-NR. 3695

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16.05.2013

Dienstleistungskonzessionen – Klare Regelung erforderlich

Dass die Europäische Union – ähnlich wie für Bauaufträge – nun auch für die Vergabe von Dienstleistungskonzessionen einheitliche Regeln einführen möchte, hat für einen Proteststurm von Bürgern gesorgt, die eine Privatisierung der Wasserversorgung befürchten. Dabei will die EU nicht entscheiden, ob Leistungen vom Staat oder durch Private erbracht werden, sondern klare Rahmenbedingungen für eine Konzessionsvergabe schaffen. Allerdings sieht der DIHK auch Nachbesserungsbedarf.

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