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IHK-GRÜNDERREPORT

IHK-Gründerreport

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Die Zahl der Gewerbeanmeldungen ist im Bezirk der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg  (IHK) im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. „Durch die momentan sehr gute Situation auf dem Arbeitsmarkt, scheuen viele den Sprung in die Selbstständigkeit“, sagte IHK-Präsident Wilhelm-Alfred Brüning bei der Vorstellung des IHK-Gründerreports 2012. Viele Menschen ziehen ein sicheres Angestelltenverhältnis dem unternehmerischen Risiko einer Existenzgründung vor.

Im Jahr 2011 meldeten 3.026 Gründer ein Gewerbe an. Dies entspricht einer Abnahme von rund 8,4 Prozent zum Vorjahr (3.303) und stellt gleichzeitig den niedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre dar. Dieser Rückgang betraf hauptsächlich die sog. Kleingründungen, also Einzelunternehmen und Zusammenschlüsse als Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR).

„Insbesondere im Bereich der kleineren Solarstromanbieter ist die Zahl der Gewerbeanmeldungen drastisch gesunken“, erläuterte Brüning eine weitere Ursache dieser Entwicklung. Nachdem der Anteil der Unternehmensgründungen im Energiesektor in den vergangenen Jahren stetig gewachsen sei und im Jahr 2010 etwa 17,4 Prozent aller Anmeldungen im IHK Bezirk ausmachte, betrug dieser im Jahr 2011 lediglich 7,8 Prozent.

Entgegen der Entwicklung von Gewerbeanmeldungen im Bereich des Kleingewerbes, gab es bei den ins Handelsregister einzutragenden Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme der Anmeldungen von rund 14 Prozent. Ebenfalls auffällig sei die im vergangenen Jahr deutlich gestiegene Anzahl von Gewerbeabmeldungen, so Brüning. Mit 2.884 Betriebsaufgaben haben damit rund 36 Prozent mehr Unternehmer ihr Gewerbe abgemeldet als in 2010. Der Gründungssaldo ist somit zwar weiterhin positiv, jedoch sehr viel kleiner als in den Vorjahren.

Von ebenfalls zentraler Bedeutung, um die wirtschaftlichen und strukturellen Entwicklungen des IHK-Bezirkes beurteilen zu können, ist neben den Unternehmensgründungen und der Arbeitsmarktlage, die Marktbeständigkeit von Unternehmen. Die IHK betrachtet in diesem Zusammenhang Unternehmen, die im Fünfjahres-Zeitraum - von 2007 bis zur Auswertung - ihren Betrieb aufrechterhalten haben oder bereits im Jahr ihrer Gründung ihr Gewerbe wieder abgemeldet haben.

Insbesondere Kleingewerbetreibende (KGT) haben es häufig schwer, gegen den Konkurrenzdruck am Markt zu bestehen und die Hürden während des Markteinstiegs zu überwinden. Von den im Jahr 2007 gegründeten Unternehmen aus dem KGT-Bereich existieren zum Berichtszeitpunkt (2012) nur noch etwa 46 Prozent. Im Gegensatz dazu haben HR-Unternehmen durch ihre umfangreichere finanzielle Basis und die in der Regel besser genutzte Vorgründungsphase bessere Chancen. Etwa 62 Prozent der 2007 gegründeten HR-Unternehmen bestehen auch heute noch am Markt.

Nach wie vor sind eine nicht ausreichende Vorbereitung auf die Unternehmensgründung sowie fehlende Analysen der Risiken und Konkurrenzsituation die häufigsten Ursachen für ein Scheitern am Markt. „Angehende Unternehmer sollten unbedingt bereits vor der Gründung die unterschiedlichen und kostenlosen Informations- und Beratungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen, um sich bestmöglich für den oft harten Marktalltag zu wappnen“, appelliert Brüning.

DOKUMENT-NR. 3949

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16.05.2013

Dienstleistungskonzessionen – Klare Regelung erforderlich

Dass die Europäische Union – ähnlich wie für Bauaufträge – nun auch für die Vergabe von Dienstleistungskonzessionen einheitliche Regeln einführen möchte, hat für einen Proteststurm von Bürgern gesorgt, die eine Privatisierung der Wasserversorgung befürchten. Dabei will die EU nicht entscheiden, ob Leistungen vom Staat oder durch Private erbracht werden, sondern klare Rahmenbedingungen für eine Konzessionsvergabe schaffen. Allerdings sieht der DIHK auch Nachbesserungsbedarf.

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