Covid-19

Überbrückungshilfe des Bundes

Ziel des zweiten Zuschussprogrammes des Bundes ist die Sicherung der wirtschaftlichen Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die durch die Corona-Krise vollständig oder teilweise Schließungen oder erhebliche Umsatzausfälle erleiden. 

Das Wichtigste in Kürze:
  • Anträge können nur durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer gestellt werden.
  • Die Durchführung der Förderung erfolgt durch die NBank.
  • Die Antragstellung ist vom 08. Juli möglich (bis zum 31.08.2020).
  • Die Auszahlung erfolgt bis zum 30.11.2020.
  • Es werden Zuschüsse gewährt, die sich nach der Beschäftigtenzahl richten: bis fünf Beschäftige 3.000€ pro Monat, bis zehn Beschäftigte 5.000€ pro Monat und maximal 50.000€ pro Monat bei bis zu 249 Beschäftigten.
  • Als Beschäftigtenzahl wird die Zahl der Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 29. Februar 2020 zugrunde gelegt.

Antragsberechtigt: 
  • Unternehmen, Soloselbständige oder Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb
  • Antragsteller befand sich vor dem 31.12.2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten
  • Umsatz im April und Mai 2020 zusammen um mindestens 60% gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen
  • Bei Unternehmen die zwischen April und Oktober 2019 gegründet wurde, muss der Umsatz in April und Mai 2020 zusammen mindestens 60% gegenüber November und Dezember 2019 eingebrochen sein
  • Bei Unternehmensgründung nach Oktober 2019 entfällt eine Fördermöglichkeit über die Überbrückungshilfe

Berechnung der Förderung:
  • 80% der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch
  • 50% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 % und 70 %
  • 40% der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 40 % und unter 50 % im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat

Förderfähige Kosten  
Gefördert werden Fixkosten, deren Verträge vor dem 1. März 2020 abgeschlossen wurden. Förderfähige Fixkosten sind insbesondere:
  • Mieten und Pachten
  • Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen
  • Finanzierungskostenanteil von Leasingraten
  • Ausgaben für notwendige Instandhaltung
  • Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV
  • Betriebliche Lizenzgebühren
  • Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen,
  • Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben
  • Kosten für den Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer, die im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe anfallen

Nachweis
Der Nachweis des Umsatzeinbruches erfolgt in einem zweistufigen Verfahren durch die Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer:
  1. Prognose der Umsatzentwicklung und Abschätzung der voraussichtlichen Fixkosten
  2. Mitteilung des tatsächlichen Umsatzeinbruches und der Fixkosten. Bei Abweichungen sind zu viel gezahlte Zuschüsse zurückzuzahlen.
Rückzahlung der Förderung bei Einstellung der Geschäftstätigkeit vor dem 31. Augst 2020 und bei Überkompensation (z. B. durch andere Förderprogramme).
Wichtig: Sollten Sie keinen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer haben, können Sie diesen über den Suchdienst des amtlichen Steuerberaterverzeichnisses oder Steuerberatersuchservice bzw. des Berufsregisters der Wirtschaftsprüferkammer finden.