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„Außengastronomie und Gruppenfeiern ermöglichen“

Die Industrie- und Handelskammer  (IHK) für Ostfriesland und Papenburg und der Bezirksverband Ostfriesland des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DeHoGa) sehen das Gastgewerbe in der Region weiterhin in einem „schwierigen wirtschaftlichen Fahrwasser“. Zwar sei en die Lockerungen des Landes zu begrüßen, diese könnten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass nach wie vor viele Betriebe nicht wirtschaftlich arbeiten könnten.
„Die bisher geltenden Einschränkungen haben für drei Viertel der Betriebe Einschränkungen zur Folge, die eine Kostendeckung kaum zulässt. Viele Betriebe haben deshalb erst gar nicht geöffnet oder inzwischen wieder geschlossen“, so Birgit Kolb-Binder, Bezirksvorsitzende des DeHoGa. Selbst in den touristischen Hochburgen bleibe die Situation angespannt, das komplett ausgefallene Ostergeschäft sei immer noch eine schwere Hypothek für das Gastgewerbe.
Große Sorgen plagten auch die Betriebe des Gastgewerbes abseits der Inseln und der Küste. IHK-Präsident Dr. Bernhard Brons, merkt an, dass sich im Binnenland vor allem das Fehlen von im Gastgewerbe ausgerichteten Feierlichkeiten bemerkbar mache. Zwar seien private Hochzeits- und Tauffeiern, Feiern der Kommunion und der Konfirmation mit bis zu 50 Personen mittlerweile erlaubt, „aber Feiern in dieser und etwas größerer Größenordnung sollten auch in der Gastronomie möglich sein – natürlich unter Einhaltung der Hygieneregeln“, so Brons. „Davon leben viele Betriebe in unserer Region.“
Des Weiteren sehen DeHoGa und IHK die Kommunen in der Pflicht, die auf Bundes- und Landesebene vereinbarten unbürokratischen Möglichkeiten für eine Ausweitung der Außengastronomie im Dialog mit den Unternehmen umzusetzen. Kolb-Binder: „Gerade mit Blick auf das Infektionsgeschehen ist ein zeitweiser Ausbau der Außengastronomie sinnvoll.“ Dazu sollte Gaststätten und Restaurants unkompliziert die Möglichkeit gegeben werden, Bürgersteige und öffentliche Plätze für die Bewirtung zu nutzen. Brons: „Den Auswirkungen der Corona-Pandemie werden wir nur gemeinsam begegnen können. Deshalb sollten Kommunalverwaltungen und Unternehmen in dieser Zeit pragmatisch zusammenarbeiten und positive Entwicklungen nicht durch ein Übermaß an Bürokratie behindern.