Covid-19

Überbrückungshilfe des Bundes

Die Überbrückungshilfe des Bundes geht in die Verlängerung. Ende der Antragsfrist für die Überbrückungshilfe I war der 9. Oktober. Die 2. Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die 2. Phase können seit dem 21.10.2020 gestellt werden. Ziel des Zuschussprogrammes des Bundes ist die Sicherung der wirtschaftlichen Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die durch die Corona-Krise vollständig oder teilweise Schließungen oder erhebliche Umsatzausfälle erleiden. 

Das Wichtigste in Kürze:
  • Anträge können nur durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer gestellt werden.
  • Die Durchführung der Förderung erfolgt durch die NBank.
  • Es werden Zuschüsse gewährt, die sich nach der Beschäftigtenzahl richten. Als Beschäftigtenzahl wird die Zahl der Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 29. Februar 2020 zugrunde gelegt.
  • Mit dem Vorab-Check können Sie ausrechnen, ob und in welcher Höhe Ihnen eine Überbrückungshilfe zusteht.
  • Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Bundesregierung.

Änderungen zur Berechnung der Förderung:
  • Flexibilisierung der Eintrittsschwelle: Zur Antragstellung berechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.
  • Ersatzlose Streichung der KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro.
  • Erhöhung der Fördersätze.

Künftig werden erstattet:
  • 90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten),
  • 60% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten) und
  • 40% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch).
  • Die Personalkostenpauschale von 10% der förderfähigen Kosten wird auf 20% erhöht.
  • Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen.
Provisionen für Reisebüros oder Margen für Reiseveranstalter sind förderfähig für Pauschalreisen, die
  • zwischen dem 18. März und 18. September 2020 gebucht wurden oder zwar vor dem 18. März gebucht, aber erst nach dem 31. August angetreten worden wären
    und
  • seit dem 18. März 2020 storniert wurden (Rücktritt des Reiseveranstalters oder des Reisenden vom Pauschalreisevertrag)
    und
  • die bis zum 31. Dezember 2020 von den Reisenden angetreten worden wären.

Antragsberechtigt: 
  • Unternehmen, Soloselbständige oder Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb
  • Antragsteller befand sich vor dem 31.12.2019 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten
  • Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum

Förderfähige Kosten:
Gefördert werden Fixkosten, deren Verträge vor dem 1. März 2020 abgeschlossen wurden. Förderfähige Fixkosten sind insbesondere:
  • Mieten und Pachten
  • Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen
  • Finanzierungskostenanteil von Leasingraten
  • Ausgaben für notwendige Instandhaltung
  • Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV
  • Betriebliche Lizenzgebühren
  • Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen,
  • Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben
  • Kosten für den Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer, die im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe anfallen

Nachweis
Der Nachweis des Umsatzeinbruches erfolgt in einem zweistufigen Verfahren durch die Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer:
  1. Prognose der Umsatzentwicklung und Abschätzung der voraussichtlichen Fixkosten
  2. Mitteilung des tatsächlichen Umsatzeinbruches und der Fixkosten. Bei Abweichungen sind zu viel gezahlte Zuschüsse zurückzuzahlen.
Wichtig: Sollten Sie keinen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer haben, können Sie diesen über den Suchdienst des amtlichen Steuerberaterverzeichnisses oder Steuerberatersuchservice bzw. des Berufsregisters der Wirtschaftsprüferkammer finden.