Umsatzsteuer

BMF-Schreiben zur Behandlung von elektronischen Dienstleistungen ab 1. Januar 2015 sowie Einführung des besonderen Besteuerungsverfahrens MOSS

Mit Schreiben vom 11. Dezember 2014 passt das BMF den Umsatzsteuer-Anwendungserlass (UStAE) an die Änderung des Leistungsorts bei Telekommuniktations-, Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen sowie auf elektronischem Wege erbrachte Dienstleistungen sowie das Besteuerungsverfahren MOSS an. Für vor dem 1. Januar 2015 vereinnahmte Anzahlungen enthält das Schreiben eine Nichtbeanstandungsregelung.
Hinweis: Für bestimmte Dienstleistungen, die an einem bestimmten Ort in Anspruch genommen werden, an dem der Empfänger physisch vor Ort sein muss, wird dieser Ort als Ansässigkeitsort fingiert. Dies gilt sowohl gegenüber Nichtunternehmern als auch Unternehmern!
Dies betrifft entsprechend Abschnitt 3a.2 Abs. 5a UStAE und Abschnitt 3a.9a Abs. 3 UStAE Leistungen an Orten wie Telefonzellen, Kiosk-Telefonen, WLAN-Hot-Spots, Internetcafés, Restaurants oder Hotellobbys.
Zur Umsetzung der Gesetzesänderungen zum 1. Januar 2015 werden neue Abschnitte zur Erläuterung-   der Ortsbestimmung der betroffenen elektronischen Dienstleistungen(Abschnitt 3a.9a UStAE neu) sowie des besonderen Besteuerungsverfahrens
- im Drittland ansässiger Unternehmer (Abschnitt 18.7a UStAE neu),
- im EU-Ausland ansässiger Unternehmer(Abschnitt 18.7b UStAE neu) sowie
- in Deutschland ansässiger Unternehmer (Abschnitt 18.h.1 UStAE neu)
eingefügt.
In den Abschnitten 3a.10, 3a.11 sowie 3a.12 UStAE werden die betroffenen elektronischen Dienstleistungen ergänzt bzw. weiter erläutert.
Bzgl. der langfristigen Vermietung von Beförderungsmitteln sowie den in § 3a Abs. 4 UStG aufgeführten Katalogleistungen ergänzt das BMF seine Ausführungen zur Bestimmung der Ansässigkeit des Nichtunternehmers.
Das BMF-Schreiben vom 11. Dezember 2014 finden Sie in der seitlichen Serviceleiste als Download.