Handel

"Einzelhandelskonzepte nutzen" - IHK veröffentlicht Leitfaden

Gemeinsam mit den anderen sechs niedersächsischen IHKs hat die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg zu Jahresbeginn einen Leitfaden „Kommunale Einzelhandelskonzepte“ veröffentlicht. „Die Veränderungen im Einzelhandel wirken sich insbesondere auf die Innenstädte aus“, erklärte Dr. Torsten Slink, Hauptgeschäftsführer der IHK, bei der Veröffentlichung. „Mit dem Leitfaden wollen die IHKs zeigen, wie Einzelhandelskonzepte zu zukunftsfähigen Strategien der Einzelhandelsansiedlung in den Kommunen beitragen können“, so Dr. Slink weiter.
Durch den zunehmenden Online-Handel verändern sich die Betriebsformen im Handel, wodurch neue Vertriebs- und Flächenkonzepte entstehen. Bestehenden Stadtentwicklungskonzepten fehlen oft die Strategien, um den Einzelhandel so zu unterstützen, dass Innenstädte nicht nur als Wohn-, Arbeits- und Kulturstandorte, sondern auch zum Einkaufen attraktiv bleiben. Der 40-seitige Leitfaden gibt einen Überblick, wie Politik und Verwaltung Einzelhandelskonzepte als wirkungsvolles Instrument nutzen können. „Durch verbindliche Konzepte mit einer aussagekräftigen Bestandsanalyse und der gemeinsamen Erarbeitung von zukünftigen Potenzialen können Kommunen Planungssicherheit für Investitionen im Handel schaffen“, betonte Dr. Slink. In der letzten Zeit hätten die Städte Aurich und Wiesmoor an Einzelhandelskonzepten gearbeitet. Es sei wichtig, dass sie in 2015 durch Ratsbeschlüsse verabschiedet würden, damit sie ihre Steuerungswirkung erfüllen könnten. Ingesamt würden die Möglichkeiten leider noch zu selten genutzt, denn aktuell hätten zwei Drittel aller niedersächsischen Kommunen kein oder nur ein veraltetes kommunales Einzelhandelskonzept. Hier biete der Leitfaden der IHKs eine praktische Anleitung zur Erstellung eines solchen Konzepts.