Jahrespressegespräch

Tourismus bleibt auf der Sonnenseite

Die Betriebe des Hotel- und Gaststättengewerbes sowie die touristischen Einrichtungen in der Region blicken auf ein gutes Jahr 2014 zurück. Das ist das Fazit der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg. IHK-Präsident Wilhelm-A. Brüning: „Erneut haben die Ostfriesischen Inseln, die Küstenbadeorte und das Binnenland ihre hohe touristische  Anziehungskraft unter Beweis gestellt. Das milde Wetter im Frühjahr und die warmen Sommermonate bescherten unserer Region auch für das zurückliegende Jahr gute Ergebnisse auf Vorjahresniveau.“ Neben dem klassischen Bade- und Erholungsurlaub als den wesentlichen Faktoren trügen auch der Fahrradtourismus und kulturelle Aktivitäten mit kontinuierlichen Zuwachsraten dazu bei, dass der Tourismus „seine starke Position behält und teilweise sogar ausbauen kann“. Eine bereits spürbare, aber noch ausbaufähige Rolle spiele der Naturtourismus, u.a. mit dem Weltnaturerbe Wattenmeer als Ziel.
Sorgen bereitet der IHK nach wie vor die Entwicklung der Immobilienpreise auf den Inseln. Meldungen wie "Norderney teurer als Sylt" stünden für eine Dynamik, die zu Wohnraumverknappung für Einheimische und Mitarbeiter führe. Auch in Küstenbadeorten komme die Entwicklung zu Schlafdörfern außerhalb der touristischen Sommersaison zum Tragen. „Zudem forciert diese Entwicklung eine Strukturveränderung bei den Beherbergungsbetrieben – zu Lasten der kleinen, familiengeführten Betriebe“, befürchtet Brüning, der ankündigte: „Das Thema wird uns weiter beschäftigen - nicht zuletzt, um die Grundlagen für einen nachhaltigen und dauerhaft erfolgreichen Tourismus  in der Region zu wahren.“
Die Zusammenarbeit im Tourismus habe sich in der Region weiter verbessert. Maßgeblich dazu beigetragen habe die Ostfriesland Tourismus GmbH (OTG), die im Oktober ihr zehnjähriges Bestehen feiern konnte. Die OTG habe gezeigt, dass sie mit den sich wandelnden Anforderungen im Tourismusmarkt gut Schritt halten könne.
Die Landesgartenschau in Papenburg sei ein besonderes touristisches Highlight in der Region im Jahre 2014 gewesen. Mehr als 500.000 Besucher hätten die Schau an 187 Tagen unter dem Motto "bunt un bliede" gesehen. Hervorzuheben sei die gelungene Einbeziehung der ganzen Region bis in die Niederlande hinein sowie das hohe Maß an ehrenamtlichem Engagement für die Landesgartenschau. Papenburg habe als touristischer Ort erheblich an Attraktivität gewonnen. Es gelte, die positiven Zukunftsaussichten der Kanalstadt im Tourismus zu wahren, unabhängig von der derzeitigen Diskussion über die Finanzen der Gartenschau.