Dienstleistung

Die Perspektiven der Dienstleistungs- und Gesundheitswirtschaft

Unternehmen, die personenbezogene Dienstleistungen anbieten - etwa Kosmetik-, Nagel-, Tattoo-, Piercing-, Sonnen- und Fitnessstudios - sind aktuell in der Regel geschlossen. Durch den Ausfall ihrer Umsätze und häufig fehlende Rücklagen sind sie zugleich in ihrer Existenz bedroht. Demgegenüber arbeiten Krankenhäuser und Pflegereinrichtungen aktuell an der Belastungsgrenze.

Kur- und Reha-Einrichtungen wiederum wurden teilweise geschlossen oder können ihren Betrieb nur noch mit einem eingeschränkten Serviceangebot aufrechterhalten.

Perspektive
Beim Wiederanfahren der Branche sind folgende Ansätze hilfreich:
  • Die personenbezogenen Dienstleistungen sind in Stufe 2 - unabhängig vom Angebot - wieder zu öffnen. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen (Abstand, Hygiene, Nachverfolgbarkeit) gelten.
  • Positive Erfahrungen von Unternehmen, die weiterhin geöffnet haben (Physiotherapie), können genutzt werden.
  • Digitale Kanäle für die Leistungserbringung (z. B. Online-Fitnesskurse) sollten weiter bedient werden.

Mittelfristige Maßnahmen
  • Die Krankenhausplanung des Landes muss die regionalen Kapazitäten, insbesondere in der lntensivmedizin, vor dem Hintergrund der aktuellen Erfahrungen überprüfen.
  • Personenbezogene Dienstleistungen werden langfristig mit hohen Kundenerwartungen bei der Hygiene konfrontiert sein. Die Vorschriften in den einzelnen Branchen sind grundlegend zu überprüfen.