Industrie

Die Perspektiven der Industrie

Besondere Probleme entstehen in diesem Wirtschaftsbereich durch die engen Verflechtungen in den Wertschöpfungsketten, die oftmals europa- oder weltweite Verbindungen umfassen. Hierdurch kommt es zu fehlenden Waren oder Dienstleistungen sowie logistischen Engpässe. Zudem bricht für viele Endprodukte (z.B. Automobile) der Absatzmarkt weg wegen geschlossener Handelsunternehmen.

Einzelne Unternehmen nutzen freie Kapazitäten oder schaffen diese, um - häufig kurzfristig -medizinische Produkte wie Schutzmasken, Desinfektionsmittel und Schutzwände herzustellen. Viele, insbesondere mittelständische Zulieferbetriebe sind dagegen mit massiven Umsatzeinbrüchen konfrontiert.

Perspektive
Betriebe, die aufgrund mangelnder Nachfrage ihre Produktion reduzieren bzw. einstellen mussten, werden die Produktion erst dann wieder voll hochfahren können, wenn die Nachfrage wieder ansteigt.
  • Die Industrie muss mindestens europaweit, möglichst global wieder anlaufen, um aktuell unterbrochene Wertschöpfungsketten wieder zu schließen.
  • Zur Erleichterung des internationalen Waren- und Personenverkehrs ist die Durchlässigkeit der Transitrouten sicherzustellen.
  • Ausländische Arbeitskräfte müssen ihre Arbeitsplätze in Niedersachsen problemlos erreichen können.
  • Laufende Planverfahren, z. B. auf Gemeindeebene, müssen zügig wieder aufgenommen werden. Vorgeschriebene Öffentlichkeitsbeteiligungen sollten rechtssicher auch digital durchgeführt werden können.

Mittelfristige Maßnahmen
  • Zur Entlastung der Industrie sind die Höhe der EEG-Umlage sowie der Energie- und Stromsteuern ständig zu überprüfen.
  • Die infrastrukturellen Voraussetzungen für die digitale Kommunikation (Netze Breitband, Mobilfunk) sind weiter auszubauen.