Handel

Die Perspektiven des Handels

Die Schließungen im Bereich Einzelhandel haben zu Wettbewerbsverzerrungen geführt. Verstärkt wurde dies durch uneinheitliche und sich ständig ändernde Regelungen in den einzelnen Landkreisen und fehlende Sortimentsabgrenzungen in den grundsätzlich geöffneten Bereichen. Insgesamt werden dadurch der Online-Handel und die Randsortimente in Discountern, SB-Warenhäusern, Verbrauchermärkten etc. weiter gestärkt. Der stationäre Einzelhandel wird geschwächt.

Perspektive
Beim Wiederanfahren des Handels sind folgende Ansätze hilfreich:
  • Der stationäre Einzelhandel ist in Stufe 1 - unabhängig von Sortimenten - wieder zu öffnen. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen (Abstand, Hygiene, Nachverfolgbarkeit) gelten.
  • Verlängerte Ladenöffnungszeiten im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten können insbesondere bei den kleineren Händlern die Kundenfrequenz zeitlich besser verteilen und auf der Fläche entspannen (Beispiele: Earlybird- und Moonlight­Shopping).
  • Solange der stationäre Einzelhandel noch geschlossen bleiben muss (Stufe 0), wäre eine Selbstverpflichtung der Handelskonzerne ein geeigneter Weg, Wettbewerbsverzerrungen durch den Verkauf von Randsortimenten zu vermeiden. Aktuell ist der Mitverkauf von Randsortimenten gestattet, sobald der Schwerpunkt des Sortimentes auf Lebensmitteln, Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs liegt.

Mittelfristige Maßnahmen
  • Im Jahr 2020 sollten verkaufsoffene Sonntage auch in der Adventszeit zugelassen sein, um die aktuelle Situation mit dem Weihnachtsgeschäft ausgleichen zu können.
  • Zusätzlich hierzu sollte zusätzlich eine Sonntagsöffnungen je Monat (ohne Antragstellung) nach Aufhebung der Ladenschließungen erlaubt werden.