Standortpolitik

Außenems

Seit 2002 fordert die Emder Hafenwirtschaft eine Anpassung der Fahrrinne in der Außenems. Konkret geht es um einen Meter, um den die Außenems an einigen Stellen vertieft werden muss. Der Grund: Das Ladevolumen und damit auch der Tiefgang der Frachtschiffe nimmt immer mehr zu. Bereits jetzt haben die Schiffe eine Tragfähigkeit von 45.000-50.000 Tonnen. Sie können den Emder Hafen aber nur mit höchsten 30.000 Tonnen anlaufen. Mittelfristig wird dadurch der Emder Hafen für Reedereien und Industrieunternehmen, die sich dort ansiedeln möchten, unattraktiver.
Vor allem der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und die Umweltverbände wenden sich gegen eine Anpassung der Fahrrinne. Sie sehen die Flora und Fauna der Außenems durch die Baumaßnahme bedroht.
Der Emder Hafen ist ein wichtiger Umschlagsplatz für Autos, Zellulose, Splitt, Flüssigkreide und Windkraftanlagen. Mehr als 10.000 Arbeitsplätze sind von der Funktionstüchtigkeit des Hafens abhängig. Darum wirbt und fordert die IHK von Politik und Verwaltung eine schnelle und umfassende Anpassung der Fahrinne.