Existenzgründung und Unternehmensförderung

Die Gründung eines neuen Unternehmens

Bei der Betriebsneugründung starten Sie von null! Sie müssen Ihren Markt erst kennen lernen, dann erobern und Ihre Marktposition anschließend langfristig festigen. Sie müssen Beziehungen zu Kunden und Lieferanten aufbauen, einen Stamm von Mitarbeitern suchen, sich einen Ruf erwerben. Kurzum: Sie müssen eine häufig recht schwierige und lange Anlaufphase durchstehen. Eine Betriebsneugründung birgt aber nicht nur Risiken. Sie bringt auch die Chance, den Betrieb nach den eigenen Vorstellungen völlig neu aufzubauen. Häufig sind Neugründungen auch mit größeren Wachstumschancen verbunden als Betriebsübernahmen oder Franchising.
Bevor Sie an die Fertigstellung des Businessplans gehen, ist es wichtig, Ihre Idee zu finden und zu entwickeln. Anschließend müssen Sie den Markt eingehend untersuchen. Gibt es direkte oder indirekte Wettbewerber? Was machen diese Wettbewerber genau? Wie grenzen Sie sich von Ihnen ab? Erfolgreich können Sie nur mit einem Alleinstellungsmerkmal sein. In der Gründungsforschung wird diese häufig auch als Unique Selling Position (USP) bezeichnet.
Gerade in einer Zeit der Globalisierung, der Konzentration und eines harten Preiswettbewerbs kann Kooperation mit Partnern ein wesentliches Erfolgskriterium sein. Darüber hinaus sind sprichwörtlich geteilte Sorgen häufig halbe Sorgen. Wenn kein Bekannter, kein Freund und auch sonst niemand mehr das ewige Gerede vom Unternehmen, Kunden, Zahlungsfristen, Aufträgen usw. hören kann: Der Mitgründer oder Mitgesellschafter muss es schon aus Eigeninteresse. Dies ist nicht zuletzt einer der Gründe, warum eine Unternehmensgründung im Team Vorteile hat. Weitere Vorteile sind eine breitere Finanzdecke und vor allem mehr Know-how. Die Aufgaben, gerade in einem jungen technologieorientierten Unternehmen, sind extrem vielfältig; sie erstrecken sich von wissenschaftlicher Entwicklungsarbeit bis hin zum Controlling und Marketing. Und einem Gründer muss klar sein, dass kein Unternehmensteil vernachlässigbar ist. Im Idealfall ist ein Gründerteam heterogen zusammengesetzt aus Technikern, Betriebswirten und Vertriebsleuten. Leider ist das nicht der Normalfall. Aber jeder im Team sollte seinen Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden. Und zusätzlich gibt es die Möglichkeit, neue gute Leute ins Team zu holen: den Vertriebsmann, der als Angestellter unbezahlbar wäre, aber von der Idee begeistert ist; den WG-Mitbewohner, der zufällig BWL studiert und schon mit den Zahlen im Businessplan belästigt wurde; der Informatiker, der schon immer mit einer Selbständigkeit geliebäugelt hat.